Herzlichen Glückwunsch Michael Arndt

2012 begann Michael Arndt nach der Mittleren Reife seine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Sigloch Distribution. Heute, 6 Jahre später, ist er nach bestandenem Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Heidenheim (an der Brenz), ein Bachelor of Arts mit der Fachrichtung Spedition und Logistik.

Warum nach der Ausbildung auch noch ein Studium?

Michael Arndt: Die Ausbildung zum Industriekaufmann hat mir sehr gut gefallen, allerdings wollte ich mich danach auf einen Schwerpunkt festlegen und diesen vertiefen. Durch die Fachhochschulreife, die ich parallel an der Berufsschule erwarb, konnte ich mich somit nach einem Studierfähigkeitstest an der DHBW bewerben.

Während der Ausbildung konnte ich in der Praxis einen sehr guten Eindruck von Logistiksystemen und –prozessen gewinnen. Da mir dieser Themenbereich sehr gut gefiel, entschied ich mich in der Betriebswirtschaft weiterzubilden, allerdings mit der Vertiefung Logistik.

Was beinhaltet das Studium BWL – Spedition, Transport und Logistik?

Zirka 75% des Lerninhalts sind allgemeine betriebswirtschaftliche Themen (Finanzen, Recht, Methoden- und Sozialkompetenzen, Volks- und Betriebswirtschaft), während die restlichen 25% des Lerninhalts rund um die Themen Beschaffungs- und Produktionslogistik, Supply-Chain-Management sowie Speditionen und Transporte handeln.

Was waren im Studium die größten Herausforderungen?

Michael Arndt: Eine relativ große Umstellung war die Gewöhnung an die Praxis- und Theoriephasen. Im Wechsel von 3 Monaten war ich einmal im Betrieb (Praxis) und dann wieder an der DHBW (Theorie). Dies war ein deutlicher Unterschied zu den sonst wöchentlichen Berufsschultagen. Die täglichen Vorlesungen von rund 8 bis 16 Uhr erforderten eine hohe Konzentration, um den Lerninhalten stets folgen zu können.

Am Ende eines jeden Theoriesemesters gab es eine Klausurenphase, bei der im 2-TagesRhythmus mehrere Klausuren aus den unterschiedlichsten Vorlesungen geschrieben wurde. Um diese erfolgreich zu meistern, fasste ich die Lerninhalte der Vorlesungen meist wöchentlich, wenn nicht sogar täglich, nach der Vorlesung noch einmal zusammen. Somit konnte ich das Erlernte nochmal in Ruhe reflektieren und hatte am Ende des Semesters nicht mehr den Stress die Zusammenfassungen für die Klausuren schreiben zu müssen. Allerdings erforderte dies ein hohes Maß an Aufwand und Disziplin.  

Inwiefern hing die Theorie und Praxis zusammen? 

Michael Arndt: Da ich bereits die Ausbildung bei der Sigloch Distribution absolviert hatte, musste ich nicht mehr alle Abteilungen des Betriebs durchlaufen. Stattdessen wurde mir ein betrieblicher Betreuer zugeteilt, der mir regelmäßig Projekte übertrug, die ich selbstständig mit seiner Unterstützung durchführen durfte. Um die Projekte erfolgreich abschließen zu können, musste ich eine Menge von dem aus dem Studium erlernten Wissen umsetzen. So halfen mir allen voran die Vorlesungen aus den Bereichen Projektmanagement, Mitarbeiterführung sowie Methoden- und Sozialkompetenz. Aber auch die anderen Vorlesungen waren nützlich, in dem sie mir mehrere Thesen und theoretische Modelle vorstellten, die ich dann zum Teil in der Praxis anwenden konnte.

Wie sieht die Zukunft aus?

Michael Arndt: Die Sigloch Distribution bot mir bereits eine Stelle als „Projektmanager Logistik“ an. Ich freue mich nun darauf selbstständig Projekte durchzuführen und das Gelernte gewinnbringend und zukunftsorientiert für das Unternehmen einzusetzen.